Prostatakrebs

Der Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist eine bösartige Tumorerkrankung, die vom Drüsengewebe der Vorsteherdrüse (Prostata) ausgeht. Das Prostatakarzinom hebt sich durch seine Häufigkeit von allen anderen Krebsarten ab. Seit 1998 erkranken in Deutschland mehr Männer an Prostatakrebs als an Lungenkrebs. Und der Prostatakrebs holt weiter auf. Zurzeit sind es mehr als 58.780 Männer, die in Deutschland jedes Jahr neu erkranken (2016). Dabei verloren in 2016 auch insgesamt 14.417 Männer den Kampf gegen die Erkrankung. Jeder zehnte Mann wird irgendwann in seinem Leben mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert. (1) (2)

In Sachsen wurden in den Jahren 2014 und 2015 jährlich durchschnittlich 3.186 Neuerkrankungen an Prostatakrebs gemeldet. Im selben Zeitraumverstarben im Durchschnitt 733 Männer pro Jahr an den Folgen eines Prostatakarzinom. (3)

Die Prostata ist eine Drüse des männlichen Körpers, welche die Harnröhre umschließt und unterhalb der Harnblase gelegen ist. Ebenfalls grenzt sie an den Mastdarm. Von Größe und Form ist sie mit einer Kastanie vergleichbar. Die Vorsteherdrüse unterliegt normalen Schwellungen beim urinieren und Geschlechtsverkehr. Die wichtigste Aufgabe der Prostata ist die Abgabe eines Sekrets, das zusammen mit dem der Bulbourethraldrüse, der Samenblase und den aus dem Hoden stammenden Samenzellen das Sperma bildet. Wachstum und Funktion der Vorsteherdrüse werden meistens von dem Geschlechtshormon Testosteron gesteuert.

Referenzen:
(1) Robert Koch - Institut, Zentrum für Krebsregisterdaten, GEKID e. V. (Hrsg): Krebs in Deutschland. 2015/2016, 12. Ausgabe [eingesehen am 15.01.2020]
(2) Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister für Deutschland: GEKID-Atlas [eingesehen am 15.01.2020]
(3) Gemeinsame Geschäftsstelle der klinischen Krebsregister in Sachsen bei der Sächsischen Landesärztekammer, Körperschaft des öffentlichen Rechts (Hrsg.): Jahresbericht der klinischen Krebsregister in Sachsen. Dresden. Juli 2019