Brust-Krebs - Der auffällige Befund

Sie haben einen Knoten in der Brust getastet.
Oder der Arzt hat den Knoten fest-gestellt.
Oder bei der Mammo-Grafie hat der Arzt einen Knoten gesehen.
Dann sollen Sie noch andere Untersuchungen machen lassen.
Damit der Arzt weiß, ob der Knoten wirklich Krebs ist.
Haben Sie keine Angst.
Oft sind die Knoten gut-artig.

Gut-artige Tumoren

Es gibt viele verschiedene Tumoren.
Viele Tumoren sind gut-artige Knoten.
Gut-artig heißt, der Knoten ist kein Krebs.

  • Kurz bevor Sie Ihre Regel bekommen können solche Knoten in der Brust entstehen.
    Nach der Regel-Blutung gehen die Knoten wieder weg.
    Achten Sie darauf, ob die Knoten nach der Regel wieder weg sind.
  • Es gibt noch viele andere Arten von Knoten in der Brust.
    Die können Sie auch nach der Regel tasten.
    Der Arzt muss Sie untersuchen.
    Dann weiß er, ob der Knoten gut-artig ist.
    Oder ob er bös-artig ist.
  • Es gibt gut-artige Knoten, die können später Krebs-Knoten werden.
    Der Arzt muss Sie regelmäßig untersuchen.
    Der Arzt sagt, ob der Knoten sofort operiert werden muss.
    Oder ob der Knoten nur immer wieder untersucht werden soll.
  • Sofort operiert Sie der Arzt, wenn der Knoten schnell wächst.
    Und wenn Sie noch andere Risiko-Faktoren für Brust-Krebs haben.
    Zum Beispiel, wenn in Ihrer Familie schon oft Frauen Brust-Krebs hatten.

Die Mammographie

Sie haben Knoten in Ihrer Brust gefunden.
Oder andere Veränderungen.
Zum Beispiel rote Flecken auf der Haut.
Oder Ihr Frauen-Arzt hat die Veränderungen gefunden.
Mit der Mammo-Grafie kann am besten untersucht werden, ob die Veränderung gut-artig ist.
Oder ob sie bös-artig ist.
Ihr Frauen-Arzt überweist Sie zu dieser Untersuchung wenn er denkt, dass Sie Brust-Krebs haben.
Oder dass Sie Brust-Krebs bekommen können.
Die Untersuchung heißt Mammo-Grafie.
Die Mammo-Grafie macht eine Röntgen-Schwester.

So macht die Röntgen-Schwester die Mammo-Grafie

Sie müssen sich an das Röntgen-Gerät stellen.
Die Röntgen-Schwester schiebt Ihnen eine Plaste-Platte unter eine Seite Ihrer Brust.
Dann legt sie noch eine Plaste-Platte darüber.
Die Röntgen-Schwester drückt die Brust ganz flach zusammen.
Das kann ein wenig weh tun.
Dann macht sie zwei Fotos von der Brust.
Danach macht die Röntgen-Schwester auch von der anderen Seite der Brust zwei Fotos.
Der Arzt schaut sich alle Bilder genau an.
So kann er sehen, ob Sie kranke Stellen in einer Brust haben.

Die Mammo-Grafie soll am besten während der Regel-Blutung gemacht werden.
Oder in der Woche danach.
Dann kann die Brust am besten untersucht werden.
Wenn Sie keine Regel-Blutung mehr haben kann die Untersuchung immer gemacht werden.

Sagen Sie dem Arzt, wenn Sie die Anti-Baby-Pille nehmen.
Oder andere Medikamente mit Hormonen.
Zum Beispiel in den Wechsel-Jahren.
Die Medikamente dürfen Sie einen Monat vor der Mammo-Grafie nicht einnehmen.
Damit der Arzt Ihre Brust gut untersuchen kann.
Sprechen Sie darüber mit Ihrem Frauen-Arzt vor der Mammo-Grafie.
Manchmal muss der Arzt noch weitere Untersuchungen machen.
Wenn er nicht genau sagen kann, ob die Veränderung in der Brust Krebs ist.

Weitere Untersuchungen

Der Arzt kann noch andere Untersuchungen machen.

Zum Beispiel die Ultra-Schall-Untersuchung.
Diese Untersuchung heißt auch Mamma-Sono-Grafie.
Bei der Untersuchung streicht der Arzt eine besondere Haut-Creme auf die Brust.
Der Arzt hat ein kleines Gerät in der Hand.
Mit dem Gerät streicht der Arzt über die Brust.
Auf dem Bild-Schirm kann er die kranke Stelle in Ihrer Brust sehen.

Die Biopsie

Der Arzt hat in Ihrer Brust kranke Zellen gesehen und denkt, dass Sie einen Tumor haben.
Nun muss er sehen, ob in dem Tumor gut-artige kranke Zellen sind.
Oder ob die Zellen bös-artig sind.
Dazu macht er eine Biopsie.
Bei einer Biopsie sticht der Arzt mit eine dünnen Nadel in die kranke Stelle in der Brust.
Die Nadel sieht aus wie eine Spritze.
Aber der Arzt spritzt nichts in die kranke Stelle hinein.
Er saugt kranke Zellen heraus.
Die Zellen werden dann im Labor genau untersucht.
Dann weiß Ihr Arzt, ob ihr Tumor gut-artig ist.
Oder ob er bös-artig ist.
Und er weiß, wie gefährlich der Tumor ist.
Die Untersuchung ist aber nicht gefährlich.
Sie tut auch nicht weh.
Der Arzt betäubt die Stelle in die er sticht.
Dazu bekommen Sie eine Spritze.
Der Arzt weiß nach den Untersuchungen, ob Sie Brust-Krebs haben.

Magnet-Resonanz-Tomografie

Die Untersuchung heißt Magnet-Resonanz-Tomografie oder Kern-Spin-Tomografie.
Die Untersuchung tut nicht weh.
Sie brauchen keine Angst zu haben.
Ihr Arzt muss Ihnen alles erklären.
Fragen Sie Ihren Arzt wenn Sie etwas nicht verstehen.

Computer-Tomografie

Das ist eine ähnliche Untersuchung wie die Magnet-Resonanz-Tomografie.
Die Fotos werden von Ihren Knochen gemacht.
Dann weiß der Arzt, ob der Tumor schon an anderen Stellen im Körper ist.
Das heißt, ob Sie Metastasen haben.
Die Untersuchung tut nicht weh.
Sie brauchen keine Angst zu haben.
Ihr Arzt muss Ihnen alles erklären.
Fragen Sie Ihren Arzt wenn Sie etwas nicht verstehen.

© Deutsche Krebsgesellschaft 2011

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